
Mein Name ist Sascha Jügel. Ich bin 42 Jahre jung. Beruflich tätig bin ich als Unternehmensberater im Bereich des Klein- und Mittelstandes, und beschäftige mich vornehmlich mit Firmengründungen, die Begleitung der Firmen in der Anlaufphase, den Weg durch die Krise, und manchmal leider auch den Weg zum Insolvenzgericht, wenn man eben zu spät die Hilfe externer Fachleute gesucht hat. Aber auch Training und Coaching bilden meinen beruflichen Alltag. Ebenso werde ich als Referent für politische Bildung eingesetzt.
Als Kind und Jugendlicher war ich bereits mit der Politik und Parteien konfrontiert worden, da mein Vater ebenfalls sehr aktiv in der SPD in Köln gewesen ist. Politik kann man bei mir also als genetisch bedingt und vererbt bezeichnen.
1992 bin ich aber erstmalig selbst parteipolitisch aktiv geworden; damals für die SPD. Da galt die SPD noch als eine „sozialdemokratische“ Partei. Und wie man weiss, ist das S in SPD seit vielen Jahren innerhalb der SPD in Vergessenheit geraten. So zog ich bei den Kommunalwahlen im Jahre 94 in den Rat der Stadt Wesseling ein, gründete damals die JUSOS, war stets Vorstandsmitglied und 1994 dann Vorsitzender der SPD in Wesseling.
Ich lernte Politik und das politische Geschäft von der Pike auf.
Wer sich noch erinnern kann … damals hatte die SPD gleich 3 Kanzlerkandidaten. Unseren lieben Oskar, Gazprom Schröder und Mr. "immer schön langsam" Scharping. Man nannte sie damals die Troika. Die ersten Wahlplakate zeigten gleich alle Drei in großflächigem Format. Die Garagen waren voll mit fertigen A1-Plakaten aller drei Kandidaten. Und wir gingen davon aus, dass wir Oskar kleben werden, denn es war der Wunschkanzler der SPD-Mitglieder. Aber alles kam nicht so, wie die Mitglieder entschieden hatten, sondern plötzlich hieß es „Schröder kleben!!!“ und den Rest in die Tonne kloppen.
Hier kam so meine erste Unsicherheit innerhalb der SPD auf. Warum stellte man sich gegen die Mitglieder, und entschied im kleinen Kreis am runden Tisch über die Köpfe der Mitglieder hinweg?
Nachdem die SPD alsdann immer mehr nach rechts zog, trat ich in aller Konsequenz aus dieser Partei aus, wie es viele tausende Mitglieder auch getan haben. Man erinnere sich, dass die SPD die mitgliederstärkste "Arbeiter"-Partei gewesen ist. Mit über 700.000 Mitgliedern suchte sie Ihresgleichen. Nunmehr liegt die SPD bei runden 300.000 Mitgliedern. Den Grund für die Austritte kennt jeder - „AGENDA 2010“.
In der Partei DIE LINKE habe ich eine neue politische Heimat und ebenso viele neue Freunde gefunden. Ich wurde nicht etwa von jemand geworben und überzeugt, sondern habe mir bereits zu WASG-Zeiten die Politik und die Köpfe die dahinter stehen sehr genau angeschaut. Auch nach dem Zusammenschluss der beiden Parteien mit dem Namen Linke PDS und später DIE LINKE sah ich mir erst mal an, wie dieser Zusammenschluss funktioniert, und ob in Folge die Begriffe sozial, solidarisch, demokratisch und ökologisch weiterhin Bestand haben werden, denn da schlägt mein Herzblut. Und dies war der Fall.
So vollzog ich im Jahre 2008 die Eheschließung mit unserer Partei DIE LINKE, und gab – wie es mein Naturell ist – richtig Gas. Wenn ich mich zu etwas entschließe, dann ziehe ich das auch durch … in guten wie auch in schlechten Zeiten.
Sie möchten mehr über mich erfahren? Dann schauen Sie sich einfach meine Vita an.