DIE LINKE. LANDTAGSFRAKTION

6. Februar 2012 17:11

Vor einer Enquete muss die Aufklärung des rechten Terrors stehen

Die Fraktion DIE LINKE im Landtag NRW begrüßt den Plan von SPD und Grünen, mithilfe einer... mehr

3. Februar 2012 13:49

Herumdoktern hilft nicht – weg mit Hartz IV!

Als „Augenwischerei“ und „wirkungslos“ kritisiert Dr. Carolin Butterwegge, sozialpolitische... mehr

3. Februar 2012 13:44

DIE LINKE unterstützt Forderungen der Krebsberatungsstellen

Die Fraktion DIE LINKE unterstützt die heute in der Landespressekonferenz gestellten Forderungen... mehr

2. Februar 2012 14:14

Viel Lärm um nichts Ganzes – „Teilhabe- und Integrationsgesetz“ bleibt auf halbem Weg stehen

Das gestern im zuständigen Landtagsausschuss verabschiedete „Teilhabe- und Integrationsgesetz“... mehr

1. Februar 2012 17:51

Diätenerhöhung: Noch (sieben) mal drüber schlafen!

Wenn am kommenden Mittwoch gegen 15 Uhr CDU, SPD und Grüne die Diätenerhöhung um 500 Euro... mehr

1. Februar 2012 14:09

Trotz Ankündigung: Weiterhin kein schlüssiges Ausbaukonzept für U3

Keine neuen Erkenntnisse hat die heutige Pressekonferenz von Familienministerin Ute Schäfer (SPD)... mehr

31. Januar 2012 17:04

Diäten-Erhöhung soll nächste Woche durchgepeitscht werden

Die umstrittene Erhöhung der Abgeordnetenbezüge um 500 Euro soll bereits in der nächsten... mehr

31. Januar 2012 09:23

DIE LINKE will Norbert Röttgen vor Untersuchungsausschuss laden

Nach der Vernehmung von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze vor dem parlamentarischen... mehr

27. Januar 2012 15:14

DIE LINKE hat es geschafft: Endlich ein Promotionsrecht auf Augenhöhe für die Fachhochschulen!

Mit der Hochschulgesetzänderung macht DIE LINKE heute den Fachhochschulen ein nachträgliches... mehr

27. Januar 2012 14:48

Gemeindefinanzierungsgesetz 2012: Sachverständige fordern Anhebung des Verbundsatzes

In der heutigen Anhörung zum Gemeindefinanzierungsgesetz 2012 haben erstmals fast alle... mehr

 

DIE LINKE. BUNDESTAGSFRAKTION

Flagge zeigen gegen Gewalt an Frauen

Zum morgigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen fordert die Bundesgeschäftsführerin der... mehr

 
16. April 2011

DIE LINKE. Rhein-Erft zieht positive Bilanz auf dem Kreisparteitag

Eine positive Bilanz konnten die beiden wiedergewählten Kreissprecher der Linken Rhein-Erft, Jutta Decruppe-Fiebig und Sascha Jügel, zum Abschluss des Kreisparteitages der Linken in Kerpen-Horrem am vergangenen Samstag, den 16.04.2011, ziehen. Auf der mit annähernd 80 Mitgliedern und zahlreichen Gästen gut besuchten Versammlung standen die Rechenschaftslegung und die Neuwahl des gesamten Kreisvorstandes auf der Tagesordnung.

Wer angesichts der Presseberichte der letzten Monate mit Personalquerelen und Streitigkeiten gerechnet hatte, sah sich enttäuscht. Sowohl bei den Wahlen des Vorstandes als auch bei der Behandlung der vorliegenden Anträge zeigte sich, dass die Mehrheit der Anwesenden großen Wert auf sachliche und konstruktive Parteiarbeit legt.

Die wenigen Versuche, den alten Kreisvorstand und die Vertreter der Linken im Kreistag, Hans Decruppe und Ursula Gossmer, anzugreifen, wurden von der Versammlung in aller Deutlichkeit zurückgewiesen.In den Berichten des Kreisvorstandes sowie der sich anschließenden Debatte wurde deutlich, dass die Gruppe im Kreistag die volle Unterstützung sowohl des Kreisvorstandes als auch des Kreisverbandes insgesamt genießt.

Diese Geschlossenheit kam auch in den Ergebnissen bei den Vorstandswahlen zum Ausdruck, bei der 8 Mitglieder des vorherigen Kreisvorstandes mit 2/3-Mehrheiten wiedergewählt wurden. Neben den beiden wiedergewählten Kreissprechern wurden sowohl die Kreisgeschäftsführerin Renate Herrmann (Bergheim) als auch die Beisitzer/innen Martina Thomas (Hürth), Hauke Dressel (Frechen), Zeki Gökhan (Frechen), Miguel Martinez- Fernandez (Brühl) und Georg Schmidt-Roos (Bergheim) in ihren Ämtern bestätigt. Neu hinzugekommen sind als Kreisschatzmeister Michael Kircher (Wesseling) sowie die Beisitzerinnen im Vorstand Hannelore Weiland (Bergheim), Cornelia Cornely (Wesseling) und Karin Winkel-Katzek (Frechen); letztere gehörte dem Kreisvorstand bereits früher als Sprecherin an.

Daneben wurden Kassenrevisoren und erstmals eine Schlichtungskommission gewählt.

Die inhaltlichen Debatten wurden geprägt durch den Protest gegen die unsoziale Hartz IV – Reform. Auch im Rhein-Erft-Kreis kommt das Bildungs- und Teilhabepaket bei den Kindern aus Hartz IV-Familien faktisch nicht an. So berichtete die sozialpolitische Sprecherin der Linken im Kreistag, Ursula Gossmer, dass laut Auskunft der Kreisverwaltung die Information der Anspruchsberechtigten eine Aufgabe der Kommunen sei. Diese fände in der Praxis aber nicht statt. Einzelne Bürgermeister erklärten gar, dafür seien nicht sie sondern der Kreis zuständig. Von Gossmer wurde daher gefordert, dass die Job-Center alle Hartz IV – Empfänger direkt über ihre Ansprüche informieren. Auf die am 30.04.2011 ablaufende Frist zur Geltendmachung dieses Bildungs- und Teilhabepaketes wies sie nochmals besonders hin.

Weiter macht sich DIE LINKE. Rhein-Erft für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns stark und ruft deshalb auch zur Unterstützung und Teilnahme an der Kundgebung des DGB in Köln am 1. Mai auf.

Zuletzt wurden einstimmig die Anträge des Stadtverbandes Kerpen angesichts der atomaren Katastrophe in Fukushima zum Atomausstieg und gegen die geplante Müllverbrennungsanlage von RWE in Hürth–Berrenrath verabschiedet. Die betroffenen Bürger in Hürth, Frechen, Kerpen und Brühl wurden aufgerufen, bis zum 26.04.2011 (Fristablauf) Einspruch gegen die MVA einzulegen. Ein vorgefertigtes Formular steht zum Download auf der Website www.die-linke-im-kreistag-rhein-erft.de bereit.

Wie auf der Mitgliederversammlung bekannt gegeben wurde, bringt sich DIE LINKE in Rhein- Erft auch in die bundesweite Debatte über ein Parteiprogramm ein. So wird am 12.05.2011 eine Diskussionsveranstaltung zu den Fragen eines bedingungsloses Grundeinkommens oder Mindestlohn und repressionsfreie Mindestsicherung stattfinden, an der u.a. die DGBKreisvorsitzende Liv Dizinger und der Sozialexperte und frühere Landtagsabgeordnete der Grünen, Daniel Kreutz, teilnehmen werden.

Ein Höhepunkt der Programm-Debatte in der Region wird der sogenannte „Programmtag“ am 18.06.2011 in Brühl werden, der gemeinsam mit dem Kreisverband Bonn durchgeführt wird. Zu diesem „Programmtag“ werden als Referenten u.a. die Bundesgeschäftsführerin der Partei, Caren Lay, sowie die Bundestagsabgeordneten Matthias W. Birkwald, Paul Schäfer und Halina Wawzyniak erwartet.

„Mit diesem Kreisparteitag hat sich DIE LINKE in Rhein-Erft personell wie inhaltlich gut aufgestellt, um die anstehenden Aufgaben der nächsten zwei Jahre geschlossen anzugehen“, so Sascha Jügel in seinem Schlusswort auf dem Parteitag.

24. März 2011

SPD-Wesseling kritisiert Mahnwache aus Unwissenheit

Die SPD-Wesseling kritisiert aus Unwissenheit der Begrifflichkeit „Mahnwache“ wo es nichts zu kritisieren gibt, so Sascha Jügel, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion in Wesseling.

Jügel zitiert aus Wikipedia „Eine Mahnwache ist eine friedliche Demonstration, bei der auf eine als gesellschaftlichen Missstand wahrgenommene Situation hingewiesen werden soll. Mahnwachen erinnern häufig an traurige Ereignisse und finden in stiller Atmosphäre statt. Dennoch sind sie politisch motiviert oder wenden sich an die Öffentlichkeit, wodurch sie sich von einer Trauerveranstaltung unterscheiden.“

„Hätte Herr Mauel, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Wesseling sich mal Wikipedia und Google zu Nutze gemacht, so hätte er vor seiner Pressemitteilung erkennen müssen, dass überall in Deutschland Mahnwachen stattgefunden haben, und regelrechte Fahnenmeere der Parteien (auch der SPD), Gewerkschaften und Umweltorganisationen zu sehen waren.“ erläutert Jügel.

Der Einsatz von Infoständen, Fahnen, Banner, Kerzen, Blumen und Luftballons bei Mahnwachen sollen neben der Trauer in der Öffentlichkeit auch deutlich machen, dass die Anti-Atom-Bewegung, die Anti-AKW-Bewegung und die Gegner der Castortransporte nicht alleine mit ihren Forderungen da stehen, und der öffentliche Druck auf die Bundesregierung immer stärker wird.

Die Katastrophe in Japan, die Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima, zeigt uns wieder einmal, dass die Atomenergie nicht beherrschbar ist. Die Situation ist nicht mehr lenk- und steuerbar. Die Kontrolle ging im Chaos verloren. Die Welt steht an einem Wendepunkt, selbst das hochentwickelte Japan kann solche Situationen nicht in den Griff bekommen.

Allen Beteuerungen unserer Regierung zum Trotz zeigt uns die Natur, welch einem gewaltigen Irrtum die sogenannten Experten aufgesessen sind. Sie behaupten immer noch: unsere Atomkraftwerke sind sicher!

Die Welt steht erneut vor einem SUPERGAU und allen bleibt nur eins: zugucken!!!

In dieser Situation vergessen wir nicht die Menschen in Japan, die vom Erdbeben und vom Tsunami betroffen, alles verloren haben. Wir benutzen nicht ihr Elend und ihre Not, um unsere Position zu stärken. Aber wir können und wollen nicht schweigen, angesichts der dramatischen Entwicklungen.

Daher findet auch am 28.03. um 18:00 Uhr die 3. Mahnwache vor dem Wesselinger Rathaus statt.

28. Februar 2011

DIE LINKE. Rhein-Erft verurteilt den Hartz-IV-Kompromiss als zynisch und verfassungswidrig

DIE LINKE Rhein-Erft ist über die am 25.2. beschlossenen Neuregelungen zu Hartz-IV empört. „Die Neuregelungen sind zynisch und verfassungswidrig“, erklären Sascha Jügel und Hauke Dressel für den Kreisvorstand der LINKEN: „CDU/CSU, SPD und FDP haben mit diesem faulen Kompromiss wieder bewusst die Grundrechte der Betroffenen missachtet und die Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts zu einer transparenten Berechnung des tatsächlichen und menschenwürdigen Bedarfs schlicht ignoriert. Die lächerliche Erhöhung der Regelsätze um 5 und später noch einmal 3 Euro beruht auf willkürlichen statistischen Manipulationen aus dem Hause von der Leyen und gleicht nicht einmal die Inflation aus. Dieselben Parteien, die innerhalb von nur wenigen Tagen 480 Milliarden Steuergelder locker machen konnten, um privatwirtschaftliche Banken aus ihren Spekulationsverlusten zu retten, mussten acht Wochen verhandeln, um zu diesem skandalösen Ergebnis zu gelangen.“

Gleichzeitig seien Informationspflichten der Behörden gegenüber den Antragstellern weggefallen, was neue Möglichkeiten schaffe, ihnen Fallstricke auszulegen und sie zu sanktionieren.

Auch das von Frau von der Leyen als Revolution verkaufte sogenannte Bildungspaket sei eine Mogelpackung. Die 10 zusätzlichen Euro pro Monat genügten in der Praxis vorne und hinten nicht, um den betroffenen Kindern aus Erwerbslosenfamilien eine ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechende Teilhabe an Sport-, Kultur- und Bildungsangeboten zu ermöglichen. Die Art der Gewährung sorge zudem dafür, dass die Kinder stigmatisiert würden und nur ein Bruchteil des wenigen bereitgestellten Geldes überhaupt bei ihnen ankomme. Ein Großteil fließe stattdessen in die absichtlich bürokratisch und kompliziert gestaltete Verwaltung sowie in die Taschen privater Anbieter. Viel besser wäre es, die Schulen und kommunalen Jugend- und Kultureinrichtungen mit ausreichenden Mitteln auszustatten, die es ihnen ermöglichten, allen Kindern breite und pädagogisch sinnvolle Angebote zu unterbreiten.

Jügel und Dressel weiter: „Während von den sogenannten christlichen Parteien und den Liberalen nichts anderes zu erwarten war, hat sich die SPD mit ihrer Zustimmung zu diesen Neuregelungen einmal mehr als reine Agendapartei ohne soziales Gewissen entlarvt. Die Abgeordneten der Linken im Bundestag (einschließlich derer aus unserer Region) haben diesen faulen Kompromiss dagegen konsequent abgelehnt.“

DIE LINKE. Rhein-Erft rät allen betroffenen Erwerbslosen, gegen ihren nächsten Bescheid Widerspruch einzulegen, um auch rückwirkend Ansprüche geltend machen zu können. Das Bundesverfassungsgericht werde sich zwangsläufig erneut mit Hartz IV befassen müssen. Alle Sozial-und Erwerbslosenverbände und der DGB unterstützten die rechtliche Auffassung der LINKEN, wonach die Neuberechnung der Hartz IV-Sätze verfassungswidrig ist.

Jügel und Dressel abschließend: „Die LINKE fordert eine bedarfsgerechte und sanktionsfreie Grundsicherung sowie deutlich mehr Mittel für ein Schul- und Bildungswesen ohne soziale Auslese und mit Sport- und Kulturangeboten, die allen Kindern und Jugendlichen gleichermaßen offenstehen.“

14. Dezember 2010

Steuerzahler subventionieren Niedriglöhne im Rhein-Erft-Kreis mit 5,2 Millionen Euro

DIE LINKE: Gesetzlicher Mindestlohn muss her

„Der Boom von Billigjobs kommt nicht nur die Betroffenen, sondern auch die gesamte Gesellschaft teuer zu stehen. Im Rhein-Erft-Kreis zahlt der Steuerzahler monatlich 5,2 Mio. Euro für so genannte Hartz-IV-Aufstockerinnen und Aufstocker und subventioniert so Billiglohnunternehmen. Um der Lohnspirale nach unten einen Riegel vorzuschieben, brauchen wir endlich einen gesetzlichen Mindestlohn“, erklärt der Kreisvorsitzende der LINKEN Sascha Jügel anlässlich einer Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE zu regionalen Arbeitsmarktdaten. Am kommenden Donnerstag, den 16. Dezember, bringt DIE LINKE dazu erneut einen Antrag für einen gesetzlichen Mindestlohn in den Bundestag ein.

Die Antwort der Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 17/3654) auf die Anfrage der LINKEN hat ergeben, dass die Zahl der Billigjobs in fast allen Regionen zugenommen hat. So stieg im Rhein-Erft-Kreis die Zahl der Leiharbeiter/innen, die meist schlecht bezahlt werden, von 1.438 im Jahr 2005 auf 2.576 im Jahr 2010 (jeweils letzte verfügbare Monatsdaten von März). Im Rhein-Erft-Kreis liegt die Zahl der Beschäftigten im Niedriglohnbereich bei 17.075, was einem Anteil von 19,3 % aller Beschäftigten entspricht. Zu niedrige Löhne werden laut Bundesregierung im Rhein-Erft-Kreis monatlich mit 5,2 Mio. Euro ergänzende Hartz IV-Leistungen aus Steuermitteln für 6.139 Aufstocker/innen-Haushalte (letzte verfügbare Zahlen vom Juni 2010) aufgestockt.

Angesichts dieser Bilanz erklärt der Kreissprecher der LINKEN Sascha Jügel:

„Die Fehlentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sind nicht zu übersehen. Wir müssen Schluss machen mit der Subventionierung von Billigjobs durch den Steuerzahler. Ein gesetzlicher Mindestlohn muss her. Die Politik muss für mehr gute Arbeitsplätze sorgen. Dafür streitet DIE LINKE zusammen mit Gewerkschaften und vielen anderen. Ohne einen politischen Kurswechsel geht der Aufschwung an vielen Menschen vorbei.“

Am 16. Dezember debattiert der Bundestag einen Antrag der LINKEN zur Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Mai 2011. An diesem Tag tritt in Deutschland die vollständige EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit in Kraft. Damit wird es künftig allen Einwohnerinnen und Einwohnern der Europäischen Union ermöglicht ohne Zugangsbeschränkungen in Deutschland zu arbeiten.

DIE LINKE will mit einem einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn verhindern, dass es dadurch zu einem weiteren Lohndumping auf dem Rücken der Beschäftigten kommt. „Mit einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn muss wie in 20 anderen europäischen Ländern auch in Deutschland eine untere Haltelinie für die Löhne eingeführt werden, zum Schutz aller hier arbeitenden Menschen und im Interesse der Europäischen Solidarität“, heißt es im Antrag.

23. September 2010

Linksfraktion klagt "sozialen Kahlschlag" von CDU und FDP an!

Wesseling. Bereits im Ausschuss für Sport und Freizeit, der letzte Woche stattgefunden hat, beklagte der Fraktionsvorsitzende der Linken Sascha Jügel, dass CDU und FDP durch den geplanten Wegfall der Sozialtarife für die Nutzung des Gartenhallenbades einen „sozialen Kahlschlag“ beschließen wolle.

Im Hauptausschuss dieser Woche, wo es u.a. um die neue Tarifgestaltung zur Nutzung der Stadtbücherei ging, schlug die CDU und FDP erneut den Wegfall der Sozialtarife vor, was bei allen Oppositionsparteien auf erhebliche Gegenwehr stieß.

Sascha Jügel klagte im Hauptausschuss den geplanten Wegfall der Sozialtarife an. „Endlich lässt die schwarz-gelbe Koalition die Katze aus dem Sack. Bildung ist für CDU und FDP scheinbar nur für finanziell Privilegierte zugänglich. Und der erneut geplante Wegfall der Sozialtarife scheint sich nun wie ein schwarz-gelber Faden durch Wesseling zu ziehen“ so Jügel.

Jügel weiter „Bildung ist ein Kulturgut, worauf jeder Mensch ein Anrecht hat, und für jeden Menschen zugänglich sein muss. Auch darf Bildung nicht abhängig vom Geldbeutel sein.“

DIE LINKE fordert den Fortbestand des Sozialtarifes sowohl für das Gartenhallenbad, als auch für die Stadtbücherei. Auch bemängelte Jügel die in der CDU/FDP-Beschlussvorlage fehlende Ermäßigung für die künftigen Ehrenamtskarteninhaber.

„Eine Ehrenamtskarte macht doch keinen Sinn, wenn diese Karte nur außerhalb von Wesseling eingesetzt werden kann. Die vielen ehrenamtlichen Helfer leisten wertvolle und unschätzbare Arbeit. Weiterhin schafft sie Anreize für Menschen, die bisher nicht ehrenamtlich tätig sind.“, so Jügel.

Zur Forderung von CDU/FDP nach empfindlich hohen Gebühren nach der dritten Mahnung meint Jügel “Wenn Sie schon 50 Euro für die 3. Mahnung fordern wollen, dann können Sie doch gleich auch „ersatzweise 3 Tage Ordnungshaft“ fordern.“

Zum Schluss seiner 5-minütigen Rede bescheinigte Jügel der CDU und FDP eine bisherige erschütternde Bilanz, die unter dem Strich nur den sozialen Kahlschlag als Ergebnis ausweist.

Am Ende einer langatmigen Diskussion lenkten -auf Vorschlag der Verwaltung- CDU und FDP dann doch noch ein, und man beauftragte die Verwaltung, jeweils einen Katalog über die Vergünstigungen für Ehrenamtskarteninhaber und einen für Sozialtarife zu erstellen, über die der Rat alsdann beraten wird.

27. Juli 2010

Traineeprogramm im Rhein-Erft-Kreis - Ein Synonym für „Kölscher Klüngel“?

Sascha Jügel, Sprecher der Linken im Rhein-Erft-Kreis sieht den Kreis zwischenzeitlich als politisches Schlaraffenland an, wo die führenden Parteien sich mit Selbstbedienungsmentalität und auf Kosten der Bürger gegenseitig lukrative Pöstchen zuschieben. Gibt es keine lukrativen Pöstchen mehr zu verteilen, dann werden eben neue geschaffen, die dann unter dem Begriff „Trainee- und Nachwuchsförderprogramm“ laufen.

Überall im Kreis haben die Kommunen mit der verheerenden Haushaltslage zu kämpfen. Es wird an jeder möglichen und auch unmöglichen Stelle gespart. Schwimmbäder sollen geschlossen werden; freiwillige Leistungen der Kommunen im Sozialbereich werden gekürzt oder gar gänzlich eingestellt; teilweise werden erstmalig Gebühren für Kindergärten und offene Ganztagsschulen eingeführt.

All dies lässt die Kreispolitik der CDU, FDP, SPD und Grüne scheinbar völlig kalt.

750.000 Euro bedeuten aus Sicht der Kommunen, dass diese weitere Einsparungen vornehmen müssen, die letztendlich die Bürger wieder zusätzlich belasten werden. Was will man den Bürgern des Rhein-Erft-Kreises denn noch zumuten?

Neben dieser Form der Casinopolitik kommt dann noch der bittere Beigeschmack, dass eben diese Parteien jeweils ein Zugriffsrecht auf eine der genannten 4 Stellen haben sollen, und somit wohl nur Trainees mit Parteibuch gefördert werden.

Solch ein Vorhaben erinnert einen an den „Kölschen Klüngel“.

„Als Kreisverband der Linken können wir - auch in Anbetracht der desaströsen Haushaltslage der Kommunen - ein solch unsinniges Vorhaben der ganz großen Kreiskoalition aus CDU, FDP, SPD und Grüne, welches am Ende ausschließlich zu Lasten der Bürger geht, nicht nachvollziehen. Wir fordern den Kreistag auf, dieses „Vorhaben“ ad acta zu legen, und zum Wohle der Kommunen und Bürger im Rhein-Erft-Kreis nicht weiter zu verfolgen.“, so Jügel.

20. Juli 2010

Pulheimer Obdachlose – Menschen zweiter Klasse ?

Sascha Jügel, Sprecher der Linken im Rhein-Erft-Kreis zeigt sich entsetzt über den Inhalt der Berichterstattung des KStA vom 14.07. mit dem Titel „Anwalt fordert Baustopp“. Recherchen im Sitzungsdienst der Stadt Pulheim bekräftigen sein Entsetzen, nachdem er die Einwände der weiteren Beschwerdeführer gegen den Ausbau der Obdachlosenunterkunft in der Berliner Straße 46 vorliegen hat.

Dazu meint Jügel:

Plötzliche Arbeitslosigkeit, Verschuldung, Mietrückstände und die dann folgende Räumungsklage führen nicht selten zur Obdachlosigkeit. Sind diese Menschen etwa Menschen zweiter Klasse?

Die Beschwerdeführer, die die Obdachlosenunterkunft Berliner Straße 46 strikt ablehnen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass es sie von heute auf morgen selber treffen könnte. Sind sie dann auch Menschen zweiter Klasse? Würden sie es sich wünschen ausgegrenzt und abgeschrieben zu werden?

Unsere städtischen Sozialdienste holen von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen in ihrer Not ab, und leisten „Erste Hilfe“, in dem sie den Obdachlosen eine Unterkunft anbieten, um auch weiterhin menschenwürdig leben zu können.

Die Denkweise „Obdachlosenunterkünfte sind wichtig – aber bitte nicht in meiner näheren Umgebung“ zeigt deutlich die besondere Form des sozialen Denkens einiger Menschen auf.

Scheinbar gilt hier der Grundsatz „Eigentum, Besitz, Finanzen und Wohlstand des Einzelnen vor Menschen in Not“.

Auch ist die Argumentation des Herrn Dr. Beutling nicht nachvollziehbar. Seit Ende der 70er Jahre wird dieses Wohnhaus als Asylbewerber- und Aussiedlungswohnheim genutzt; einer Nutzung als Obdachlosenunterkunft verweigert man sich strikt. In weiterer Argumentation bezeichnet man das Gebiet um die Berliner Straße 46 als reines Wohngebiet. Haben obdachlose Menschen nicht auch ein Recht zu wohnen?

Ob Asylbewerber, Aussiedler oder Obdachlose, es ist hier immer die Rede von Menschen, die in Not geraten sind, und Hilfe benötigen. Und jeder Mensch hat das Recht, würde- und respektvoll behandelt zu werden, und von der Gesellschaft nicht ausgegrenzt zu werden.

Alle Argumentationen der Beschwerdeführer gegen die Errichtung einer Obdachlosenunterkunft in der Berliner Straße 46 sind rein materieller und finanzieller Natur, und für Menschen mit einer sozialen und menschenwürdigen Einstellung gegenüber anderen Menschen in Not nicht nachvollziehbar.

Bevor man sich also rechtliche Gedanken um Nutzungsänderungsanträge macht, nur um die Errichtung der Obdachlosenunterkunft zu stoppen oder zu verhindern, sollte man sich mal wieder des Artikel 1 unseres Grundgesetzes annehmen „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

In meiner annähernd 20-jährigen politischen Arbeit habe ich so etwas im Rhein-Erft-Kreis noch nicht erlebt, und würde mir auch wünschen, wenn dies in Zukunft so bleiben würde, so Jügel.

14. Juni 2010

Kürzungspaket ist ein Anschlag auf unseren Sozialstaat

Anlässlich der am 12. Juni in Berlin und Stuttgart stattgefundenen Proteste gegen das Kürzungspaket der Bundesregierung erklärt Sascha Jügel, Kreissprecher der Linken: „Das von der Bundesregierung vorgelegte Kürzungspaket ist ein Anschlag auf unseren Sozialstaat. Es schützt Banken und Vermögende und belastet Familien und Erwerbslose.“

Sascha Jügel kritisiert weiter: „Von sozialer Ausgewogenheit kann keine Rede sein. Erwerbslose, Familien und sozial Benachteiligte müssen für die Zockereien der Banken und Spekulanten bluten. Das betrifft auch viele Familien aus der Region. So werden rund 130.000 Haushalte in Nordrhein-Westfalen weniger Wohngeld bekommen, weil der Heizkostenzuschuss gestrichen wird.

Dem wird DIE LINKE nicht tatenlos zusehen. Wir rufen zu einem breiten öffentlichen Widerstand gegen Sozialkahlschlag und für Steuergerechtigkeit auf. Eine solche Kürzungs- und Umverteilungskoalition können wir uns sparen. DIE LINKE. im Rhein-Erft-Kreis wird sich gemeinsam mit den Kreisverbänden in NRW in den nächsten Tagen mit Gewerkschaften und Sozialverbänden zur Vorbereitung eines breiten öffentlichen Widerstands in NRW verständigen.“

6. Mai 2010

Plakatdieb in Bergheim/Quadrath-Ichendorf auf frischer Tat ertappt!

Bergheim/Rhein-Erft-Kreis. Wenn Argumente nicht mehr helfen, dann werden einfach mal die Plakate der Kontrahenten abgehangen, und durch eigene Wahlplakate ersetzt. Am 05.05. sah ein Fußgänger gegen 17:05 Uhr, wie durch einen älteren Herrn mit Brille mindestens ein Plakat von der Partei DIE LINKE am Oleanderbad in Quadrath-Ichendorf gegen eines der FDP-Plakate ausgetauscht wurde, und das Plakat der Linken im Skoda des Täters verschwand.

Der aufmerksame Fußgänger teilte dies per Mail mit detaillierten Angaben wie Täterbeschreibung, KFZ-Kennzeichen und PKW-Marke des Täters direkt dem Parteivorstand der Linken mit.

„Wir haben ja schon so einiges im Wahlkampf erleben können. Erst will man uns mit Sondersatzungen der Stadt Bedburg und entgegen des Parteiengesetzes im Wahlkampf behindern, dann erlebt man auch zerstörte, „modifizierte“ oder entwendete Plakate. Aber der Austausch unserer Plakate gegen eigene Plakate ist der Gipfel der Hilflosigkeit. Ob der Austausch nach dem Motto "Aus dem Auge, aus dem Sinn" des Plakates wirklich noch helfen wird? Selbstverständlich haben wir Anzeige gegen den detailliert beschriebenen Täter erstattet. Auch bedanken wir uns bei dem Zeugen, der uns so genaue Angaben machen konnte“, so Sascha Jügel Kreissprecher und Landtagskandidat der Linken

3. Mai 2010

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit auch für Lehrer

DIE LINKE. Rhein-Erft unterstützt den Warnstreik der angestellten Lehrkräfte, die für eine angemessene Eingruppierung in den Tarifvertrag-Land (TV-L) eintreten. „Es ist ein Skandal, dass immer noch in den Lehrerzimmern Kolleginnen und Kollegen sitzen, die die gleiche Arbeit in den gleichen Klassen, mit den gleichen Aufgaben und gleich vielen Korrekturen verrichten, aber bis zu 800 Euro weniger Netto-Gehalt ausbezahlt bekommen“ erklärt Landtagskandidat Sascha Jügel. Die Landesregierung als Arbeitgeber weigert sich nach wie vor die angestellten Lehrkräfte angemessen zu bezahlen. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“ fordert der Landtagskandidat Sascha Jügel der LINKEN im Rhein-Erft-Kreis. Sascha Jügel weiter „Die LINKE strebt ein modernes Dienstrecht an, dass die Lehrkräfte nicht mehr in Angestellte und Beamte unterteilt und vor allem den Nettolohn auf das Niveau der Beamtenbesoldung anhebt. Auch deshalb muss in NRW ein Politikwechsel am 9.Mai her!“.



„Rechtswidrige Wahlkampfbehinderung der Partei DIE LINKE durch die Stadt Bedburg“

Die Stadt Bedburg teilte in ihrem Schreiben vom 13. Januar dem Wahlkampfverantwortlichen der Partei DIE LINKE Sascha Jügel mit, dass DIE LINKE nur 1 Wahlplakat pro Stimmbezirk aufstellen darf.

Auf telefonische Anfrage bei der Stadt Bedburg durch den zwischenzeitlich eingeschalteten Anwalt der Linken wurde diesem mitgeteilt, dass andere Parteien, welche bereits im Landtag vertreten seien, jeweils 3 Plakate pro Stimmbezirk aufstellen dürften, dies sei so in § 6 Sondernutzungssatzung der Stadt Bedburg im Rahmen des Grundsatzes der abgestuften Chancengleichheit geregelt.

Anders als die Stadt Bedburg regelt es jedoch der Gesetzgeber im Parteiengesetz unter § 5 Abs. 1 „Gleichbehandlung“. Dort steht einer Partei, welche im Bundestag - aber noch nicht im zu wählenden Parlament (hier Landtag) - vertreten ist, mindestens eine hälftige Gewährung des Umfangs zu, was die Aufstellung von 2 Plakaten zum Ausdruck bringt.

Die Landtagskandidatin der Linken Hannelore Weiland im Wahlkreis 5 (Bergheim, Elsdorf, Bedburg und Pulheim) und der Kreissprecher Sascha Jügel sehen hierin eine willkürliche und rechtswidrige Behinderung ihrer möglichen Wahlkampfaktivitäten durch die Stadt Bedburg, welche sich auch im Wahlergebnis niederschlagen könnte.

Die Stadt Bedburg wurde durch den Anwalt der Linken aufgefordert, einem dem Parteiengesetz entsprechenden Bescheid zu erlassen. Sollte dieser korrigierte Bescheid nicht ergehen, so hat der Sprecher der Linken Sascha Jügel bereits jetzt über den Anwalt mitteilen lassen, dass alsdann zur Wahrung und Durchsetzung der Gleichbehandlung ein Verfahren auf einstweilige Verfügung vor dem Verwaltungsgericht eingeleitet werden müsste.

Auch würde die Stadt Bedburg durch den rechtswidrigen Ursprungsbescheid Gefahr laufen, dass die Landtagswahl im Wahlkreis 5 für ungültig erklärt werden könnte, und die Landtagswahl im dortigen Wahlkreis somit wiederholt werden müsste, was die Veschwendung von Steuergeldern im 6-stelligen Bereich zur Folge hätte.

Erschienen in zahlreichen Online-Nachrichten und Printmedien

Landtagskandidat Jügel empört über die Machenschaften der ARGE Rhein-Erft: Hartz-IV-Empfänger durch private Firma im Auftrage der ARGE bespitzelt

Die ARGE Rhein-Erft beauftragte in den Jahren 2006 bis 2009 ein privates Unternehmen als Bedarfsermittlungsdienst. In seinem Bericht des Rechnungsprüfungsamtes für die Jahre 2007 und 2008, welcher in dieser Woche im Rechnungsprüfungsausschuss des Kreises behandelt wurde, kamen diese Erkenntnisse erstmals ans Tageslicht. Dort ist insgesamt die Rede von den Jahren 2006 bis 2009.

Alleine für 2007 weist der Bericht ein Auftragsvolumen von mindestens 300.000 Euro für die Inanspruchnahme dieser Dienstleistung aus. Bisher ist jedoch nicht bekannt, wie viele Betroffene überprüft wurden, und welche Methoden bei der Überprüfung eingesetzt wurden. Diese Vorgehensweise erinnert an „Stasi-Methoden“.

Es ist davon auszugehen, dass hier schützenswerte Sozialdaten von den Betroffenen durch die ARGE an die private Firma geliefert wurden, weitere Sozialdaten alsdann von der privaten Firma auf fragwürdige Art und Weise „ermittelt“ wurden, und dann wieder zur ARGE zurückflossen, woraufhin entsprechende Bescheide erlassen wurden.

Der Landtagskandidat der Linken im Rhein-Erft-Kreis Sascha Jügel verlangt eine umgehende und ausführliche Untersuchung, bei der Jügel u.a. die EU-Kommission und den Landesdatenschutzbeauftragten einschalten wird. Auch auf Landtags- und Bundestagsebene verlangt er notwendigerweise eine entsprechende Untersuchung.

„Man kann davon ausgehen, dass dies kein Einzelfall in Deutschland ist. Investiert unser Land Millionen für die Bespitzelung von sozial Schwachen? Es ist ein Datenschutzskandal und ein anzunehmender Verstoß gegen die EU-Vergaberichtlinien, denn Dienstleistungsaufträge in dieser Höhe müssen europaweit ausgeschrieben werden. Insbesondere wird hier der besondere Schutz von Sozialdaten der Betroffenen mit Füßen getreten. Auch die Methode der Erhebung solcher Sozialdaten über private Ermittlungsdienste ist rechtlich fragwürdig“, so Jügel

Alleine im Rhein-Erft-Kreis gab es von Januar bis September 2008 2.713 Widersprüche gegen Bescheide der ARGE. Gute 50% der Widersprüche waren gerechtfertigt. Bei den stattgegebenen Widersprüchen handelte es sich zum Großteil um fehlerhafte Rechtsanwendung.

DIE LINKE. im Rhein-Erft-Kreis bietet ab sofort den Betroffenen ein Formular zum Auskunftsersuchen bei der ARGE nach § 83 SGB X an.

„Es zeigt einmal mehr, dass unsere politischen Forderungen zum Thema Hartz IV absolut gerechtfertigt sind.“, so Jügel weiter.